Worms - Kiautschau - 002Benannt wurde die, vom Volksmund „Kiautschau“ genannte, Arbeitersiedlung zu Ehren von Kaiser Wilhelm II. nach der, an der Südküste der Provinz Schantung (Shandong) der Volksrepublik China gelegenen, Kiautschou-Bucht (chin. Jiāozhōu) – von 1898 bis 1914 deutsches Pachtgebiet mit einer Größe von 552 km2 und der Hauptstadt Tsingtau (einst Musterkolonie der Deutschen, heute Qingdao geschrieben – zu deutsch „grüne Insel“).
Jeder Wormser kennt das „Kiautschau“, eine ehemalige Lederarbeitersiedlung, bestehend aus putzigen Fachwerkhäuschen und liebevoll gestalteten Vorgärtchen im Wormser Westen.
ZAUBERHAFTES IDYLL INMITTEN DER STADT
Entstanden ist das Wohnviertel auf Initiative des Wormser Unternehmers Cornelius Wilhelm Freiherr Heyl zu Herrnsheim. Er wollte angenehme und sozialverträgliche Wohnverhältnisse insbesondere für Arbeiterfamilien schaffen. Am 15. November 1897 gründete er zusammen mit 29 anderen Wormser Bürgern die Wohnungsbaugesellschaft „Aktiengesellschaft zur Erbauung billiger Wohnungen namentlich zum Besten von Arbeitern in Worms am Rhein“.

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