Zauberhaftes Idyll inmitten der Stadt

Wer im Wormser Westen durch den Torbogen an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße / Bebelstraße schreitet, gelangt in ein zauberhaftes Idyll inmitten der Stadt: in das „Kiautschau“ – das ehemalige Lederarbeiterviertel der von Heyl’schen Lederwerke mit seinem kopfsteingepflasterten Sträßchen und schmucken Fachwerkhäusern.

Entstanden ist das Wohnviertel auf Initiative des Wormser Unternehmers Cornelius Wilhelm Freiherr Heyl zu Herrnsheim. 1897 gründete er zusammen mit 29 anderen Wormser Bürgern die Wohnungsbaugesellschaft „Aktiengesellschaft zur Erbauung billiger Wohnungen namentlich zum Besten von Arbeitern in Worms am Rhein“.

Der damalige Stadtbaumeister Karl Hofmann (1856-1927), der mit seinem stadtbildprägenden „Nibelungenstil“ zu Bekanntheit und Ansehen gelangte und unter anderem auch die Gewerbeschule und den Wasserturm baute, gestaltete ein heute idyllisch-romantisch anmutendes Wohnquartier.